Ich erinnere mich daran dass es zu warm war um zu schlafen, immer wieder wache ich auf. Zudem schwirren Mücken um meinen Kopf. Genau neben meiner Hängematte halten zudem noch 2 Mal Autos aus denen Leute aussteigen und über irgendwas quatschen und irgendwas machen, ich frag mich wirklich was die dort gemacht haben. Um 5 als der Wecker klingelt habe ich gerade eine stabilere Schlafphase und stelle den Wecker auf um 7 um noch ein bisschen Erholung zu bekommen. Um 7 geht’s dann aber entgülig los, als ich aufstehe um meine Sachen zusammen zu packen sehe ich im mückennetz auf der Innenseite, ganz oben wo das Netz an einem Ast hängt eine Spinne, in etwa der Größe einer Hauseinkelspinne. Komischer Weise ist es mir total egal, ich finde es nicht mal eklig 🤷♂️
Beim anstecken des Handys an die Powerbank muss ich feststellen, dass diese Komplett leer ist und keinen Prozent mehr her gibt und mein Handy hat noch 11%. Da ich Verpflegung brauche suche ich auf Google Maps nach dem nächsten 7 Eleven auf dem Weg und lasse die Aufzeichnung vorerst weg. Es geht noch eine Weile weiter neben der Hauptstraße, aber nicht all zu lang. Die Breite Hauptstraße wird langsam Etwas schmaler. Langsam Raus aus dem Wald, an einem Grundstück am Waldrand, welches an ein Feld angrenzt kann ich mich aus irgendeinem Grund noch recht gut erinnern kann vorbei. Es ist umgeben mit einer Mauer, welche nicht besonders hoch ist, da ich ansonsten ja nicht hätte hinein Schauen können. Im Grundstück, welches ich auf etwa 2-3 ha groß schätze liegt ein kleiner Teich, ein Häuschen und ein kleiner, auf einem einbeinigen Tisch stehender Tempel.
Da ich einen Späteren Start in den Tag erwischt habe wird es logischer Weise auch schneller heiß. Es geht durch kleine Dörfer, über Land und wieder durch kleine Dörfer. An einem kleinen Stand am Rande der Straße gibt es dann so eine Art Frühstück, bestehend aus Fisch in Salat eingerollt, was nicht wirklich köstlich war.
In Lamphun kam in mein Handy und meine Powerbank in einem sehr angenehm kühlen 7 Eleven aufladen, wie durch eine Fügung gibt es im Laden sogar einen Tisch und 2 Stüle. Besser könnte es, wegen der Hitze und meinen Wehwehchen gerade wirklich nicht kommen! Die Erfrischung beim Eintritt in den Laden ist wirklich nicht in Worte zu fassen. Wie immer gibt es ein feines Cocosnusswasser, was sich für mich in Thailand als wirklicher Favorit herauskristallisiert hat. Dazu einen schönen Grischichen Jogurt und ein Vitaminwasser. Am Tisch sitzend mache ich eine Pause von Etwa 1,5 Stunden, während ich mir noch einen Smoothie aus frischen Früchten und Eis an einem Stand direkt vor dem Laden Mixen lasse und danach einen kleinen Nap vollziehe. Danach geht es weiter an einer Hauptstraße entlang durch die Stadt die im Thema Kultur und Athmosphäre von Chemnitz locker in die Tasche gesteckt werden würde.
Ein was hab ich vergessen Fällt mir gerade auf und zwar die Riesige Goldene Buddhastatuhe eines Sitzenden, mit einer Kette geschmückten Buddhas am Eingang der Stadt. Die ist garnicht mal so unbeeindruckend.




Die Leute hier sind aber wie immer freundlich und wollen mich mitnehmen, vor allem die Rollerfahrer. Eine Rollerfahrerin, welche mich mal kurz nach meinem Weg ect. Gefragt hatte holt mich sogar nochmal ein und gibt mir ein großen Becher mit Cola und Eiswürfeln.
Der Abschnitt auf dem ich mich gerade Befinde besteht aus einer 2 km langen akkurat geradeaus verlaufenden Straße auf der der Betont der Straße flimmert unter der Hitze.
Auf diesem langen Stück bekomme ich immer mehr das Verlangen das ganze heute Abend schon hinter mich zu bringen und der Entschluss heute etwa 15 Extrakilometer zu machen um am Abend bei Klimaanlage nach einer Dusche in einem Frischen Bett einzuschlafen reift heran. Der Gedanke treibt mich an und ich zwinge mich dazu schneller zu laufen. Ich überquere eine altmodische Brücke und komme durch ein ruhigeres Viertel. Die kleinen individuellen Häuser mit Gärten sind Tatsächlich recht niedlich. Auf einer Bank muss ich kurz Pause machen und entschließe mich dazu ein Hostel für den heutigen Tag zu buchen. Bis um 10 Abends muss ich dort sein, was nach meinen Berechnungen easy hinhauen müsste… wenn Komoot nicht nach seinen eigenen Regeln spielen würde.

Weiter geht’s raus aus der Stadt in Plantagen hinein. Bananenbäume, Süße Gräser und andere Kleine Bäume Stehen hier. Bewässert wird die Plantage durch einen Bach mit ausnahmsweise mal recht Sauberem Wasser. Vom Bach zu den Jeweiligen Segmenten der Plantage führen Blaue Plastikrohre mit Pumpen um das Wasser zu verteilen. Die Leute hier haben das Bewässerungssystem rech clever Gestaltet. Es gibt einen Hauptbach aus dem Wasser gesaugt wird, von diesem aus verlaufen kleine Abzweigungen Richtung Plantage in die das Wasser bei relativ hohem Stand einfließen kann, aber bei niedrigerem Pegelstand nicht entweichen kann. So besteht zumindest immer eine Notreserve. Ich habe wirklich das Gefühl Komoot verarscht mich. Konstant zeigt es mir eine 4-5 km/h an aber die Kilometer vergehen kaum und als ich nach einer Stunde konstantem, immer wieder Checkendem Laufen bei 3.6 km/h auf den Kilometerstand schauen habe ich doch tatsächlich gerade mal 2.5 km zurückgelegt…
Eine Strategie von mir war, wenn ich nicht mehr kann oder ein Abschnitt mir ewig vorkommt rufe ich irgendjemanden an, dann geht alles viel besser also Klingel ich mal zuhause an. Nach jedem Höhepunkt kommt ein Tiefpunkt, nach dem Telefonat fühle ich mich so erschöpft wie nach 25 km laufen meines Triathlons, ohne Übertreibung. Es geht weiter und weiter durch Plantagen und Felder. Ich sehne mich nach der Stadt es dann nicht mehr so weit ist. Auf dem Weg komme ich immer mal an Schönen Spots und Tempeln vorbei bevor ich schließlich in eine Gegend mit Häusern komme.









Die Architektur hier ist teilweise wirklich impressive und man merkt dass man in eine größere Stadt gelangt. Am heutigen Tag ist anscheinend irgendein größeres fest in der Stadt aber ich weiß nicht welches und es interessiert möchte auch nicht. Ich habe noch 12 Kilometer to Go aber die hundert Meter vergehen wie Kilometer. Vor einem 7 Eleven mache ich nochmal kurz Pause und erwäge ernsthaft mich von einem Roller mitnehmen zu lassen und die letzten 5 km zu laufen. Ich bin so knapp davor aber überrede mich dazu mir doch nochmal kurz eine Pause zu genehmigen und bis 22:00 so weit zu laufen wie es geht und mich dann abholen zu lassen sollte ich dann noch nicht da sein. Nach 30 Minuten, welche wie im Flug vergehen setze ich Kopfhörer auf und Push mich durch die letzten 10 Kilometer. Auf den ersten 5 habe ich sogar neue Energie und Motivation aber danach muss ich noch ein paar Pausen machen bis ich 21:50 am Hostel ankomme. Das war mit Sicherheit das Körperlich Herausforderndste was ich bis her gemacht habe!
Anstatt aber einfach in mein Bett zu fallen muss ich nach der Ankunft nochmal los um mir Essen auf dem Nachtmarkt zu holen👨🦽
Alles in allem eine sehr geile Erfahrung bei der man viel von dem Land, den Städten und den Menschen mitbekommt. Dafür hat sich das Leiden gelohnt!

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