Affe,Tukan,Fledermaus

Kleiner Tipp vorweg, ladet euch die Videos jetzt schon mal runter, damit ihr beim lesen nicht so lange auf den Download warten müsst.

Die Bilder zeigen meine Unterkunft Inklusive Aussicht der letzten 2 Tage. Im Nationalpark Khao Sok liegt ein riesiger, 1987 eingeweihter Stausee. Auf 165 Quadratkilometern bietet sich eine Unglaubliche Kulisse. Kleine Inseln, Urwald, Steile Felsen und schwimmende Hüttchen und jede Menge Tiere.

Um 8 Uhr morgens klingelt im Hostel mein Wecker und ich genehmige mir erstmal ein all you can eat Frühstück in einem kleinen, offenen Restaurant an der Straßenseite. Ich glaube die Leute hier versuchen Amerikanisches und europäisches Frühstück nachzuahmen, denn es gibt Pencakes, Croissants und jede Menge Weißbrotartiges Gebäck. Das könnten sie von mir aus auch lassen, wäre besser für alle. Der Bus holt diejenigen, die die Bock auf Stausee haben vom Hostel ab und wir fahren etwa eine Stunde Richtung Staudamm, wo wir die anderen Teilnehmer der Expedition treffen. Unser Führer, ein einheimischer, stellt sich der Gruppe vor und wir begeben uns in Richtung Bootsanleger, wo einige Boote stehen. Die Boote sind länglich und mit aufgebautem Dach, später kann man sie noch auf Videos sehen. Rein ins Boot und los geht’s! Wir tuckern einige Zeit über den Verwinkelten Stausee, hinter jeder Biegung eröffnet sich ein neues Schaubild, immer wenn man denkt: „jetzt geht es nicht mehr weiter“ fährt man durch eine Aus der Luft betrachtet sieht man wie verzweigt er sich über das einst mit Urwald bedeckte Territorium ausbreitet. Schneise und es eröffnet sich ein neuer Anblick. Die Felsen werden mit der Zeit höher und Steiler.

Ich frage mich welche Tiere außer Affen und Vögel an so steilen Bergen noch so leben. Hier und da ragen abgestorbene Baumstämme aus dem Wasser, welche seit knapp 40 Jahren dort stehen. Auf einem hat sich irgendein großer Vogel ein Nest gebaut. Das Camp bei dem wir nach einer Stunde Fahrt ankommen besteht aus kleinen, aneinandergereihten Hütchen, verbunden mit einem Steg, 2 Toilettenhäuschen und einem Gemeinschafsraum. Aber das könnt ihr ja auf den Videos erkennen. Nach dem Ankommen gibt es feinstes Mittagessen, bestehend aus Reis, Omlet, Salat und einer wunderbar schmeckenden Kürbissuppe aus groben Kürbisstücken und einer Art Curry Suppe, wirklich köstlich 🤤

Nach dem Essen ist Freizeit angesagt, Lukas, (ein Deutscher) und ich schnappen uns ein Kajak und Paddeln über den See.

Auf dem See hört man, um so weiter man raus fährt immer weniger, bis es schließlich total ruhig ist und absolute Stille eintritt. Nur das leise platschen beim eintauchen der Paddel ins Wasser und das gelegentliche heraus springen eines Fisches sind zu hören. Der Wasserstand ist dem Bewuchs nach zu urteilen derzeit etwa 2-3 Meter niedriger als sonst, so entstehen kleine „Strände“. Trotz der Sonnencreme bekomme ich einen fetten Sonnenbrand am Arm. Nach dem Abstecher auf See geht es mit der gesamten Gang in den Dschungel, ein Wasserfall, welcher normalerweise den Wanderweg mit einem Flüsschen versorgt ist dieses Mal leider ausgetrocknet und Nur das Bachbett ist zu erkennen. 

die Bäume im Schungel sind so viel Höher und dichter bewachsen als bei uns. Ich glaube die Bilder Sprechen hier für sich.

Die, zugegeben kurze Runde von Etwa 40 Minuten liefert dennoch einiges. Vom Boot aus sehen wir auf dem Rückweg Affen, welche sich durch die Baumkronen jagen und immer wieder von einem Ast auf den anderen Springen und dabei alle Arme von sich gestreckt kurz durch die Luft Segeln bevor sie raschelnd auf einem neuen Ast landen. Wie sehen außerdem ein Büffel auf einer kleinen Insel. Alleine steht er am Wasserstand und Snackt Gras.

Der Sonnenuntergang im Camp bahnt sich an.Der Mond ist in dieser Nacht unglaublich gut zu erkennen, außerdem ist es eine Nacht vor Vollmond, demnach ist es echt hell.

Am Abend gibt es essen und danach wird sich ausgetauscht. Über die Reisen, Interessen, alles mögliche halt. Es ist so warm dass man nicht schlafen kann, während man im Bungalow liegt schwitzt man. Um 12 sind es immernoch entspannte 26 grad. Am nächsten Morgen, nach einer Nacht auf einem Kopfkissen, welches offensichtlich designt wurde um dessen Besitzer auf lange Sicht maximal zu schaden, färbt der Sonnenuntergang den See in Orangenes Licht.

Zum Frühstück gibt es Pencakes mit Honig und Bananen. Hier esse ich meine erste Banane, abgesehen von den gegrillten, welche ich mir Mit Karl reingesetzt habe. Die Bananen schmecken irgendwie… frischer und haben im Nachgeschmack einen ganz leicht säuerlichen Geschmack, ganz komisch, aber lecker. Von Honig angelockt versammeln sich ein paar Bienen auf unserem Tisch 😂

Bei der Morgendlichen Bootstour auf dem Weg step by step zurück Richtung Damm sehen wir nochmal Affen und einen Tucan, wie er Futter für sein Junges aus einer Baumhöhle pickt, der Vogel ist echt groß, um einiges größer als ein Milan bei uns. 

Schließlich halten wir noch an einer Höhle. In der Höle hängen Stalaktiten von der Decke und Stalakniten ragen vom Boden auf. Selbst in der Höle ist es echt warm. Eine Fette Spinne sitzt an einem Stein und wartet nur darauf irgendwelche Touristen ärgern zu können. In einer Nische der Höhle hängt ein Fledermaus Schwarm von der Decke und lässt sich von dem Ganzen Trubel mal so gaenicht aus der Ruhe Bringen.

Smaragdgrünes Wasser und immer höher und Steiler werdende Kalksteinfelsen prägen den Rest der Tour bis wir nach 20 Minuten weiterer Bootsfahrt zum wohl Bekanntesten Spot des Nationalparks kommen, den Hin Sam Glur (Drei-Brüder-Felsen).

Die Felsen ragen hier hunderte Meter über einem auf, man macht sich garkein Bild davon wie groß die Felsen um einen herum sind, einfach Unglaublich!

Letztendlich sind wir wieder beim Damm und begeben uns auf die Rückfahrt. Zuhause angekommen dusche ich mich erstmal und lege mich in das Wunderbar gekühlte Schlafzimmer und schlafe direkt ein. 


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