Nach dem Training bin ich erstmal richtig ko. Der Jetlag nervt richtig! Nachts kann ich nicht einschlafen und liege wach, dann schlafe ich nicht wirklich tief und wache immer mal auf und bin nach dem aufwachen nicht gut ausgeruht. Selbst nach den 14 Stunden Schlaf ist meine Energie recht schnell am Ende. Den ganzen Vormittag bin ich halb schlapp, müde aber kann trotzdem nicht schlafen. Mittags kann ich dann auf einmal schlafen und danach geht es mir super, bis es Abend wird und mein Körper Schlaf braucht, aber mein zirkadianer Rhythmus noch hinter her ist. Egal, genug gejammert, nur zum festhalten. Melatonin würde mir beim überwinden des Verlags helfen, aber ich finde keins im 7 Eleven. Um am Abend noch etwas zu unternehmen bin ich deshalb nach dem Muhai Thai Training nochmal fix zum Chillva Market, einem der beliebtesten Touristen Märkte in Phuket, mit jeder Menge Auswahl an Mode und Streetfood, begleitet durch live Musik. Hier wird alles an Kleidung Verkauf was man braucht, es reicht von einigermaßen abgetragenen Schuhen bis echt moderne und stylische Mode. Hier habe ich zum Beispiel diese Socken erworben:
Das Essen besteht meistens aus Reis mit Salat, und gegrilltem Fleisch, immer auch etwas scharf. 🌶️ Aber es gibt auch einiges bei dem man einfach nicht weiß was es ist.
Nach dem Muhai Thai Training am Moegen des 4. Tages fühle ich mich so als würde ich krank werden. Ich war so Ko dass ich erstmal 2 Stunden mittags geschlafen habe. Danach muss allerdings etwas gehen, kannste nix machen. Am Nachmittag habe ich mich mit Karl, einem Tüke, geboren in Deutschland auf gemacht zu einer Muhai Thai und Fitness street. Während wir auf das Taxi warten gehen wir auf den Local Markt hinter unserem Hostel, hier mal ein Paar Bilder:









Angekommen in der Straße finden wir jede Menge Gyms, Stores mit Fitness Nahrungsergänzungsmittel und Protein Smoothies. Das ganze ist allerdings recht teuer, eigentlich genau so teuer wie bei uns, die Nahrungsergänzungsmittel sind sogar teurer, dafür ist die Kleidung wie überall günstiger. Mit Karl verstehe ich mich richtig gut, er ist 21, sieht aber aus wie 30. Während er am Reisen ist arbeitet er nebenbei abends an seinem Laptop und bearbeitet Videos ect für Kunden und kommt somit sehr gut über die Runden. Zusammen laufen wie die Straße einmal hoch und runter, schauen uns alle Shops und gyms an und gehen anschließend Richtung Stadtrand, wo es mir bis zu diesem Zeitpunkt am besten gefallen wird. Von der großen Hauptstraße, gehen wir also nun Richtung Hügel und Elefantenseniorenheim oder so, ohne es zu wissen. Der Lärm der Stadt nimmt nach und nach ab, Streetfood wird seltener, aber bleibt doch noch in regelmäßigem Abstand vorhanden. Hier sieht man mal mehr vom richtigen Thailand und dessen Bewohnern. Kleine Hütten mit Gärten, Straßenhunde, und Halbzahme Katzen; so sieht die Gegend hier jetzt aus. Am Wegesrand kaufen wir uns Gegeillte Bananen und laufen weiter. Die stände werden zunehmend ramponierter, anders kann man es nicht ausdrücken, vom Streetfood hält man sich hier als Europäer besser fern, denke ich. Als ich einen Blick in eine Seitengasse werfe, ergreifen wir die Gelegenheit und gehen hinein.

Hühner flitzen umher und zu unserer linken befinden sich verwinkelte Gärten und Garagen in denen alte , mittelgroße, Busse parken. Die Busse mit denen wir an Tag 2 nach Pathong gefahren sind.

Am Ende der Straße öffnet sich die Sicht und eine leere Fläche, auf der, wie es aussieht Häuser gebaut werden sollten und alte für dieses Vorhaben weichen mussten.






Wir überqueren den planierten Platz und sind nun entgültig am Rand der Stadt angelangt. Ein Pfad führt in den Dschungel, Zikaden Zirpen, Vögel zwitschern und irgendwelche Tiere geben komische Geräusche von sich. Am Wegesrand treffen wir ein paar einheimische. Wir fragen sie ob wir den Weg nehmen dürfen, auf die Frage hin schütteln sie energisch mit dem Kopf und geben uns mehr durch Gestik als durch Worte zu verstehen dass im Wald wilde Hunde lauern, für die wir bestimmt ein willkommener Snack wären. Glück gehabt.
Das schöne hier ist, dass es ausnahmsweise keinen Lärm gibt, keine Straße, keine laute Musik, keine Menschenstimmen. Nur die Athmosphäre des Thailändischen Waldes. Wenige Minuten zu Fuß entfernt liegt ein Gehege für gerettete Elefanten, leider ist es schon zu spät um es zu besuchen. Auf dem Weg zurück trainiert ein ,bis obenhin Tätowierter, trainierter, glatzköpfiger Mann, welcher ohne zu Zweifeln ein Hochrangiges Kartell Mitglied sein könnte, an einem boxsack vor seinem Haus. Als wir vorbeilaufen grüßt er uns sehr höflich mit einer kleinen Verbeugung, wie man sich vom Aussehen fehlleiten lassen kann…
Als wir ein Taxi rufen verspäten wir uns etwas am vereinbarten Treffpunkt und müssen etwas mehr zahlen. Darüber kommen wir mit dem Fahrer ins Gespräch, welcher meint dass er mehr verlangen muss, da die Preise für Sprit so enorm steigen. Ein Liter kostet derzeit in Thailand genau so viel wie bei uns in Deutschland. Der spritpreis ist sein dem Krieg im Iran um mehr als das 3 fache gestiegen und wird, wenn es so weiter geht, was der Fall sein wird meinte der Taxifahrer, dazu führen, dass die Taxis nicht mehr fahren werden können. Und wir beschweren uns über einen Preisanstieg von 10-20%. Mal sehen wie es also mit dem Reisen Per Bus und Taxi in Zukunft aussehen wird. Das Taxi sah trotzdem extrem cool aus.

Am Abend gehe ich noch einmal auf den Chivilla Market, da ich neue Schuhe brauche und kaufe mir Schlappen👌 Nun ist es Ortszeit 23:06 und ich überlege ob es sich lohnt das Länderspiel heute Nacht anzuschauen, aber ich denke das überwinden des Jetlags hat erstmal Priorität.
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